Die Herausforderungen

Die Innovationsfähigkeit der mittelständischen Unternehmen in der Region NiederRhein könnte in vielen Bereichen noch weiter entwickelt werden, um das langfristige Bestehen der Unternehmen sicherzustellen. Viele der Probleme betreffen den deutschen Mittelstand allgemein und sind nicht nur auf die Region Niederrhein beschränkt. Um die Erfolgsaussichten einer Innovationsumsetzung im Unternehmen zu erhöhen bedarf es eines systematischen Innovationsmanagements.

Technische Innovationen sind gemeinsam mit den sie hervorbringenden Fachkräften die Basis für die Zukunft der regionalen Unternehmen. Der immer schnellere Wandel, der u.a. durch die Globalisierung, neue Technologien, neue Geschäftsmodelle, anspruchsvollere Kunden und durch die Massen an verfügbarem Wissen angetrieben wird, führt zu erfolgskritischem Wissens- und Zeitwettbewerb. Unternehmen sind daher gezwungen Wettbewerbsvorteile durch Innovationen zu schaffen. Diesen Herausforderungen kann der Mittelstand aus verschiedenen Gründen nicht immer gerecht werden.

  • Es existiert ein langanhaltender Trend einer abnehmenden Innovatorenquote in Deutschland (Anteil der innovativen Unternehmen am gesamten Mittelstand) [KfW-Innovationsbericht Mittelstand 2017]
  • „Im innerdeutschen Vergleich und insbesondere im Vergleich mit den alten Bundesländern sind insbesondere Schwächen im Forschungs- und Innovationsbereich NRWs erkennbar.“ [OP EFRE NRW, S. 6]
  • Bedeutung von Innovation für das langfristige Überleben wird von Unternehmen oft nicht erkannt
  • Fehlen eines systematischen Innovationsmanagements zur Generierung, Steuerung und beharrlichen Umsetzung von Innovationen
  • Innovation häufig lediglich inkrementell am eigenen Produkt bzw. Markt entlang. Vergabe von Chancen für neuartige, kreative Geschäfts-und Ertragsmodelle
  • Unterschätzung oder Nicht-Berücksichtigung von Technologietrends, die nicht das eigene Produkt betreffen
  • Fehlen von qualifizierten Fachkräften um Technologietrends aufzugreifen und im Unternehmen zu verorten

Der Lösungsansatz

Das Cross Innovation Lab NiederRhein entwickelt ein agiles Vorgehen, das zur Vernetzung und Aktivierung regionaler Akteure dient, um konkrete Innovationsprojekte zu etablieren.

Unser Vorgehen zeichnet sich durch eine hohe Anzahl der an der Kooperation beteiligten Partner am Innovationsprozess aus– „CROSS INNOVATION“.

Branchenübergreifende Chancen der Digitalisierung stehen dabei im Vordergrund.

Die Projektziele

1. Entwicklung, Erprobung und Etablierung eine agilen Methodik zur Verbesserung der Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen

2. Demonstration offener, akteurübergreifender Innovationsprozesse unter flexibler Beteiligung verschiedener Interessensgruppen (Hochschulen, Mittelstand, Wirtschaftsvertreter, Arbeitsvermittler, Schulen, Praktiker, Bevölkerung) als übertragbares „Best Practice“ Konzept

3. Fortwährende Veröffentlichung aktueller Erkenntnisse auf unterschiedlichen Kanälen, wie Social Media, Webseite, Presse

4. Entwicklung von insgesamt bis zu 9 praktischen Anwendungsbeispielen

5. Bereitstellung der Umsetzungsergebnisse, insbesondere der Demonstratoren als Open Source (Hard- und Software) – idealerweise technologie- und branchenübergreifend verwendbar bzw. adaptierbar

6. Erhebung des branchenspezifischen Qualifizierungsbedarfs mit Fokus auf die Potentiale der Digitalisierung im Rahmen der Innovationsprojekte

7. Erprobung und von Konzepten zur Qualifizierung und Fachkräftesicherung, sowie Aufbereitung und Publikation von Materialien als Open Source Ressource

8. Publikation einer abschließenden Open Source Dokumentation als Handbuch für regionale Innovationsprozesse

Die Umsetzung

Im Projektzeitraum von drei Jahren werden drei Innovationszyklen durchlaufen. In jedem Innovationszyklus werden parallel drei Innovationsprojekte (IP) mit verschiedenen Themenschwerpunkten durchgeführt.

Insgesamt werden 9 Innovationsprojekte realisiert. Themenschwerpunkte werden unter anderem Agribusiness mit wechselnden inhaltlichen Ausprägungen, Gesundheitswesen, Digitale Fertigung und „The Internet of Things“ als Querschnittsthemen sein.

Jeweils 2 IPs werden an der Hochschule Rhein-Waal und 1 IP an der Hochule Ruhr-West durchgeführt. Hier arbeiten Partner, Studenten, Kleine und Mittelständische Unternehmen aus der Region, sowie weitere Teilnehmer eng zusammen und die Ergebnisse werden öffentlich geteilt (Open Source).

DER CROSS-INNOVATION ANSATZ IM ÜBERBLICK